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„Postwachstums-Politiken in Zeiten von Rechtspopulismus“

Mehr als 200 Teilnehmende bei der Konferenz „Postwachstums-Politiken in Zeiten von Rechtspopulismus“

Am 12.07.2017 fand die Abschlusskonferenz des Projekts Fokus Wachstumswende „Postwachstums-Politik in Zeiten von Rechtspopulismus“ in den Räumlichkeiten der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Im Rahmen von Keynotes, fünf Workshops und einer Podiums- und Fishbowl-Diskussion wurden das aktuelle Projektjahr von „Fokus Wachstumswende“ abgeschloßen und die von der Zivilen Enquete erarbeiteten Politikvorschläge für eine an Wachstumskritik orientierte Politik mit der interessierten Öffentlichkeit diskutiert.

Ab dem frühen Nachmittag fanden sich Interessierte aus Politik, Zivilgesellschaft, Medien und Wissenschaft in der Beletage der Stiftung ein und konnten sich auf ein prall gefülltes Programm freuen: Keynotes, fünf parallele Workshops und eine Podiumsdiskussion am Abend sollten das Thema Postwachstum und Rechtspopulismus von vielen Seiten beleuchten.

Der Tag stand unter vier Leitfragen, die in der verschiedenen Formaten diskutiert wurden:

  • Inwiefern kann die Krise des wachstumsfixierten Wirtschaftsmodells als eine der Ursachen für den Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa und den USA betrachtet werden?
  • Was bedeutet der zunehmende Rechtspopulismus für die Chancen einer ambitionierteren Klima- und Ressourcenpolitik?
  • Welche Alternativen kann eine Postwachstumspolitik und -wirtschaft dem Rechtspopulismus entgegensetzen?
  • Wie begegnen wir der Vereinnahmung wachstumskritischer Positionen durch Rechtspopulist_innen?

Den Einstieg gestaltete Miriam Boschmann, Projektleiterin vom Projekt Fokus Wachstumswende und Organisatorin der Konferenz, mit einer Einführung in die Broschüre Postwachstumspolitik: Wohlstand und Lebensqualität für alle. Impulse zu Politikmaßnahmen und Kommunikationsstrategien für Gestalter*innen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft. Zwei Keynotes von Prof. Dr. Reinhard Loske (Professor für Nachhaltigkeit & Transformationsdynamik, Universität Witten/Herdecke) und Prof. Dr. Silke van Dyk (Professorin für Politische Soziologie, Universität Jena) ergänzten den thematischen Aufschlag durch ihre inspirierenden Inputs. Der krönende Abschluss der Konferenz war eine zweistündige Fishbowl-Diskussion mit den Podiumsgästen Dr. Friederike Habermann, Barbara Unmüßig und Prof. Dr. silke van Dyk, moderiert von Prof. Dr. Hermann Ott.


Workshops zu fünf interessanten Themen

Kern der Konferenz waren die fünf parallelen Workshops am Nachmittag (16:00-18:00 Uhr). Im Workshop „Postwachstum & die soziale Frage – Zivilgesellschaftliche Bündnisse mit Gewerkschaften und Sozialverbänden“ geleitet von Theresa Klostermeyer (DNR) und Janna Aljets (BUNDjugend), ging es um die Frage, welche Rolle soziale Fragen in der Postwachstumsdebatte spielen und inwiefern dabei Widersprüche bestehen. Etwa 30 Interessierte nahmen an der Diskussion teil, in der es um Politikvorschläge wie das Bedingungslose Grundeinkommen, Arbeitszeitverkürzung, der Stärkung von Sorgearbeit und einer sozial-ökologische Steuerreform ging. Gerade das Thema Arbeitszeitverkürzung wurde kontrovers diskutiert. Zudem zeigte sich, dass die Postwachstumsdebatte das Thema Sorgearbeit noch nicht ausreichend behandelt. Den Bericht zum Workshop und die Präsentation der Workshopleitenden können Sie downloaden.

Der zweite Workshop, der von Dr. Steffen Lange (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung) und Kai Kuhnhenn (Konzeptwerk Neue Ökonomie) geleitet wurde, behandelte die in der Broschüre veröffentlichten Politikvorschläge. Etwa 40 Teilnehmende fanden sich in diesem Workshop zusammen, der sich mit den politischen Handlungsoptionen aus Postwachstumsperspektive beschäftigte. Desweiteren knüpfte der Workshop an das Rahmenthema der Konferenz an, indem er die Frage stellte, welche Alternativen eine Postwachstumspolitik und -wirtschaft dem Rechtspopulismus entgegen setzen kann. Dafür wurden Politikvorschläge der AfD denen der Zivilen Enquete zu den Politikbereichen Sozialsysteme, Arbeit, Klima- und Umweltpolitik, Steuern, Verkehr und Landwirtschaft gegenübergestellt. Den Bericht zum Workshop können Sie downloaden.

Auch der dritte Workshop schloss an das Oberthema der Konferenz an. Unter dem Titel „Postwachstum und Rechtspopulismus“ untersuchte Dr. Dennis Eversberg (Kolleg Postwachstumsgesellschaften, Universität Jena) mit etwa 35 Teilnehmenden, inwiefern die recht heterogene Postwachstumsdebatte Anknüfpungspunkte für die unterschiedlichen rechten Strömungen bietet. Als vereinnahmungsgefährdete Postwachstumsthemen wurden die Zins- bzw. Geldsystemkritik, die Überbevölkerungskritik und die Vorstellung einer Rückkehr zum „Natürlichen“ oder „Ursprünglichen“ identifiziert. Gerade bei diesen Themen sei es deshalb wichtig, in der Postwachstumsdebatte klar und deutlich Position für globale Gerechtigkeit und Solidarität zu beziehen. Den Bericht zum Workshop und die Präsentation des Referenten können Sie downloaden

Die Workshops vier und fünf rückten die breitere, mediale Kommunikation der Postwachstumsdebatte ins Zentrum. Die freie Journalistin Anja Humburg bot in Zusammenarbeit mit Nina Treu und Eva Mahnke (Konzeptwerk Neue Ökonomie) einen „Crashkurs Degrowth für Journalist_innen“ an. Dabei wurde deutlich, dass die dürftige Repräsentation der Postwachstumsdebatte in den Medien auch damit zusammenhängt, dass noch viele Journalist_innen Postwachstum im Kern eher mit Verzicht und Puritanismus als mit einem guten Leben für alle in Verbindung bringen. Im Workshop der taz.meinland-Redaktuer_innen Jan Feddersen und Nina Apin unter dem Titel „Die nervöse Republik“ ging es zentral um die Frage, wie Medien damit umgehen sollen, dass sie heute vermehrt mit rechtspopulistischen Meinungen konfrontiert sind. Es wurde deutlich, dass Journalist_innen in diesem Kontext oft vor einem doppelten Problem stehen: Eigentlich wäre es Zeit, um zukunftsweisende Projekte (bspw. im Bereich Postwachstum) zu diskutieren, doch erst muss die Basis – Grund- und Menschenrechte sowie demokratische Institutionen – dafür verteidigt werden. Den Bericht zu Workshop 4 und Workshop 5 können Sie ebenfalls downloaden.

 

Spannende Podiumsdiskussion

Als Höhepunkt der Veranstaltung folgte auf die Workshops die Podiumsdiskussion im Fishbowl-Format mit Prof. Dr. Silke van Dyk, Dr. Friederike Habermann (freie Wissenschaftlerin und Buchautorin, Volkswirtin und Historikerin) und Barbara Unmüßig (Mitglied im Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung), moderiert von Prof. Dr. Hermann Ott (Wuppertal Institut, Präsidium Deutscher Naturschutzring). Unter der Leitfrage „Welche Vorschläge für eine Wachstumswende in Politik und Zivilgesellschaft gibt es und wie können dadurch demokratische, sozial-gerechte und ökologische Alternativen gefördert werden?“ wurde sich über die oben genannten Fragen ausgetauscht und mit dem Publikum anregend diskutiert.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden und Beitragen der Konferenz. Insbesondere Danken wir Lisa Weinhold für die schönen Fotos, Jannis Eicker für die famose organisatorische Unterstützung sowie unseren zahlreichen Helfer_innen, die uns den Tag über durch das Moderieren von Kleingruppen, Aushilfe an der Anmeldung und das Protokollieren von Workshops unterstützt haben.
Vielen Dank an die Heinrich-Böll-Stiftung für die Kooperation und Ausrichtung der Konferenz sowie an den Deutschen Naturschutzring, das Wuppertal Institut und taz.meinland für die Unterstützung und mediale Verbreitung der Konferenz. Vielen Dank auch an das Team von ecapio, das die Keynotes und die Podiumsdiskussion filmisch festgehalten haben.

Eine ausführliche Dokumentation mit Berichten aus den Workshops und Videomitschnitten der Veranstaltung folgt in Kürze.

 

Eindrücke des Tages

Programm und Ankündigung der Konferenz „Postwachstums-Politiken in Zeiten von Rechtspopulismus“

12. Juli 2017, 14:30 – 22:00 Uhr,
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Der zunehmende Rechtspopulismus bedroht hierzulande und in unseren Nachbarländern die demokratischen Errungenschaften und das europäische Projekt. Auf der anderen Seite des Atlantiks setzt Donald Trump ähnlich populistisch seine abstrusen Wahlversprechen in die Tat um. Einfache Lösungen auf die komplexen Probleme unserer Zeit finden großen Anklang.

Gerade in Zeiten wie diesen werden neue, progressive und emanzipatorische Ideen für unsere Gesellschaft gebraucht! Vielleicht ist »mehr Wirtschaftswachstum« gar nicht mehr die Antwort auf die Krisen unserer Zeit? Welche Vorschläge für eine Wachstumswende in Politik und Zivilgesellschaft gibt es und wie können dadurch demokratische, sozial-gerechte und ökologische Alternativen gefördert werden?

Im Rahmen von Keynotes, fünf Workshops und einer Podiums- und Fishbowl-Diskussion werden wir das aktuelle Projektjahr von „Fokus Wachstumswende“ abschließen und die von der Zivilen Enquete erarbeiteten Politikvorschläge für eine an Wachstumskritik orientierte Politik mit der interessierten Öffentlichkeit diskutieren.

Programmablauf

14:00 – 14:30: Kaffee und Anmeldung
14:30 – 15:30: Auftaktpanel: Begrüßung, Projektvorstellung und Keynotes
15:30 – 16:00: Kaffeepause
16:00 – 18:00: Workshops
18:00 – 19:00: Suppe und Fingerfood
19:00 – 21:00: Podiums- und Fishbowl-Diskussion (auch separater Besuch möglich)
21:00 – 21:30: Getränke und Gespräche

Auftaktpanel

Begrüßung & Projektvorstellung: Miriam Boschmann (Projektleitung Fokus Wachstumswende) und Jana Holz (Team Fokus Wachstumswende)

Keynotes:

  • Prof. Dr. Reinhard Loske (Professor für Nachhaltigkeit & Transformationsdynamik, Uni Witten)
  • Prof. Dr. Silke van Dyk (Professorin für Politische Soziologie, Uni Jena)
Workshops
  1. Postwachstum & die soziale Frage – Zivilgesellschaftliche Bündnisse mit Gewerkschaften und Sozialverbänden“ (mit Theresa Klostermeyer, DNR und Janna Aljets, BUNDjugend)
  2. Politikvorschläge für eine Wirtschaft ohne Wachstum – politische Handlungsoptionen aus Postwachstumsperspektive“ (mit Dr. Steffen Lange, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und Kai Kuhnhenn, Konzeptwerk Neue Ökonomie)
  3. Postwachstum und Rechtspopulismus“ (mit Dr. Dennis Eversberg, Postwachstums-Kolleg Uni Jena)
  4. Crashkurs Degrowth für Journalist_innen“ (mit Anja Humburg, Journalistin)
  5. Die nervöse Republik“ (Runder Tisch mit taz.meinland Redaktuer_innen Jan Feddersen und Nina Apin)
Fishbowl-Diskussion

Moderation: Prof. Dr. Hermann E. Ott (Wuppertal Institut, Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde)
Expert_innen:

  • Prof. Dr. Ulrich Brand (Professor für internationale Politik Uni Wien)
  • Prof. Dr. Silke van Dyk (Professur für Politische Soziologie Uni Jena)
  • Dr. Friederike Habermann (freie Wissenschaftlerin und Buchautorin, Volkswirtin und Historikerin)
  • Barbara Unmüßig (Mitglied im Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung)
Anmeldung

Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 26. Juni auf: on.boell.de/postwachstum

Mehr Informationen zu Hintergrund, Ablauf und Programm

Flyer Konferenz_12.07.2017

Die Konferenz wird in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung (Gastgeber), dem Deutschen Naturschutzring und taz.meinland ausgerichtet.

 

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Parlamentarischer Abend am 31.05.2017

Parlamentarischer Abend zur Diskussion der Politikvorschläge der „Zivilen Enquete Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“

Wann? Mittwoch, 31. Mai 2017, 17:00 – 20:00 Uhr

Wo? Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages, Dorotheenstraße 100/101, Raum PLH 4.101

Am 31. Mai 2017 veranstaltet das Projekt „Fokus Wachstumswende“ gemeinsam mit Sabine Leidig MdB (Die Linke Bundestagsfraktion) und Peter Meiwald MdB (Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion) einen Parlamentarischen Abend im Bundestag. Ziel ist es, mit Abgeordneten und der interessierten Öffentlichkeit, die im Netzwerk „Zivile Enquete Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ erarbeiteten wachstumskritischen Politikvorschläge mit dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen im Wahljahr 2017 zu diskutieren.

Eine AG aus Mitgliedern des Netzwerks hat Politikvorschläge für den Weg in eine Postwachstumsgesellschaft erarbeitet und in einem Diskussionspapier zusammengefasst. Dieses wird von den  Autor*innen  vorgestellt und anschließend mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages diskutiert, unter welchen Voraussetzungen diese Vorschläge politisch umsetzbar wären und wie zivilgesellschaftliche Akteur*innen wachstumskritische Positionen und entsprechende Politikvorschläge effektiver in politische Prozesse einspeisen können. Welche Rolle können dabei die Erkenntnisse der Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität (2010-2013) sowie eventuell weitere Enquete-Kommissionen einnehmen?

Zum parlamentarischen Abend laden Sabine Leidig MdB (Die Linke Bundestagsfraktion) und Peter Meiwald MdB (Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion) gemeinsam ein. Moderiert wird die Diskussion von Dr. Hermann E. Ott, der Mitglied der Enquete-Kommission (2010-2013) war und beim Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie arbeitet. Gemeinsam mit anderen Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft hat er 2014 das Netzwerk „Zivile Enquete Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ ins Leben gerufen.

Abgeordnete weiterer Fraktionen sind ebenfalls herzlich eingeladen, mitzudiskutieren.

Anmeldung

Eine Anmeldung unter Angabe des Geburtsdatums für die Einlasskontrolle zum Gebäude des Deutschen Bundestags ist bis zum 24.05.2017 bei Sarah Häuser unter peter.meiwald.ma05@bundestag.de möglich.

Am Veranstaltungstag bitten wir Sie, Ihren Personalausweis mitzuführen und sich rechtzeitig an der Pforte der Dorotheenstraße 101 einzufinden, damit unsere Veranstaltung pünktlich beginnen kann. Von der Pforte werden Sie dann zum Konferenzraum geführt.

Für das leibliche Wohl wird mit Getränken und Fingerfood gesorgt sein.

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8. März 2017: Netzwerktreffen Zivile Enquete

9:30-16:00 Uhr
Ziel des Treffens wird die weitere Arbeit am Maßnahmenpapier sein. Das Treffen ist nur für Mitglieder der Zivilen Enquete. Wir bitten um eine Anmeldung auf der Plattform! Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1 – 10243 Berlin

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Podiumsdiskussion: Politik ohne Wachstum

15.12.2016

Öffentliche Auftaktveranstaltung

Podiumsdiskussion
Politik ohne Wachstum

Zeit: Am 15. Dezember 2016, Beginn um 18:30h mit Suppe, Salaten & Wraps, 19h Diskussion
ACHTUNG: ORTSÄNDERUNG!
Neu: NABU, Charitéstraße 3 – 10117 Berlin

Auf dem Podium:

  • Sabine Leidig (MdB, Die Linke)
  • Prof. Dr. Angelika Zahrnt (Ökonomin, Ehrenvorsitzende des BUND)
  • Prof. Dr. Sebastian Dullien (Professor für VWL an der HTW Berlin, Journalist)
  • Nina Treu (Konzeptwerk Neue Ökonomie)

Moderation:

  • Prof. Dr. Hermann Ott (Wuppertal Institut)

Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung durchgeführt.
Wir bitten um eine Anmeldung bei: Miriam Boschmann, boschmann@fokus-wachstumswende.de

Flyer Podiumsdiskussion.pdf – NEUER ORT!

Worum wird es gehen?

Die globalen umweltpolitischen Meilensteine des letzten Jahres, sowohl die sog. «Sustainable Development Goals» als auch das Pariser Klima-Abkommen, setzen auf Wirtschaftswachstum zur Lösung der globalen Krisen. National wie global setzt die Politik weiterhin auf das Wachstumsparadigma (sowohl auf der wirtschaftspolitischen, als auch auf der umweltpolitischen Ebene). Die vom Wirtschaftswachstum abhängigen gesellschaftlichen Strukturen und Denkmuster werden nicht hinterfragt.

National und international regt sich jedoch immer mehr Unverständnis angesichts dieser Ignoranz gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen und den gesellschaftlichen sowie natürlichen Realitäten. Der gesellschaftliche Debattenstand war schon weiter, wie die von allen Fraktionen des Bundestages getragenen Ergebnisse der «Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität» zeigen. Wissenschaftler-_innen, Akteure aus zivilgesellschaftlichen Verbänden, aber auch Politiker_innen und Bürger_innen sind immer stärker davon überzeugt, dass unendliches Wachstum auf einem begrenzten Planeten nicht zukunftsfähig ist. Daher fordern sie zumindest wachstumsunabhängige Institutionen und Politiken für ein nachhaltiges und gerechtes Miteinander auf der Erde. Diese Erkenntnis ist Konsens im Kreis des Netzwerks «Zivile Enquete Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität», das auf der Degrowth-Konferenz 2014 von Hermann Ott als ehemaligem Mitglied der Bundestags-Enquete ins Leben gerufen wurde. Die streitbare Frage ist nicht die nach dem ‚Ob‘ von Wachstumsunabhängigkeit und -kritik, sondern nach dem ‚Wie‘:

  • Wie können wachstumsunabhängige gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Strukturen und Institutionen geschaffen werden?
  • Welchen Beitrag kann die Politik zu einer sozial-ökologischen Transformation leisten?
  • An welche gesellschaftlichen Erzählungen kann die Vision einer Postwachstumsgesellschaft anschließen, damit die wachstumskritische Debatte Anschluss an breiter diskutierte Fragen einer gesellschaftlichen Transformation findet?

Diese Fragen sollen mit Vertreter_innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Projekts «Fokus Wachstumswende» diskutiert werden. Zentrales Ziel des aus der «Zivilen Enquete» entstandenen Projekts ist, im Netzwerk gemeinsam Vorschläge für Politikmaßnahmen zu entwickeln, die den Weg in eine Postwachstumsgesellschaft ebnen und diese an Politik und Öffentlichkeit zu kommunizieren. Die «Zivile Enquete» sowie das Projekt «Fokus Wachstumswende» stellen sich auf dieser Veranstaltung der Öffentlichkeit vor und bieten Raum für eine konstruktive Diskussion zu wachstums-kritischen Fragen. Nah am politischen Geschehen der Hauptstadt soll hiermit ein Debattenraum mit einschlägigen Expert_innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen entstehen. Eine Beteiligung aus den Reihen des Publikums wird durch die Öffnung des Podiums (Fishbowl-Methode) ermöglicht

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Netzwerktreffen Zivile Enquete (intern)

15.12.2016

Netzwerktreffen Zivile Enquete (intern)

ACHTUNG: ORTSÄNDERUNG!
Neu: DNR, Marienstraße 19-20, 10117 Berlin

13:00-18:00 Uhr
Um 18:00 Uhr werden wir gemeinsam zum NABU-Bundesverband laufen (ca. 5min), dort laden wir alle Teilnehmenden zu einem Snack und zur Teilnahme an der sich anschließenden Podiumsdiskussion ein.

Wir bitten um eine Anmeldung auf der Plattform

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