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Entstehung

Von der Bundestags-Enquete zur Zivilen Enquete

Das Netzwerk »Zivile Enquete Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität» trifft sich seit September 2014 in regelmäßigen Abständen in Berlin. Konstituiert hat sich das Netzwerk während der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz 2014 in Leipzig. Als Vertreter_innen politischer, zivilgesellschaftlicher und wissenschaftlicher Organisationen führten uns die kritische Begleitung und teilweise Mitarbeit an der Enquete- Kommission des Bundestages »Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität« zusammen (2010-2013, Abschlussbericht zum download hier. Hermann Ott war Mitglied dieser Enquete-Kommission (damals noch als Abgeordneter) und hat das Netzwerk ins Leben gerufen, getreu dem Motto »Wenn’s die Politik nicht macht, muss man es halt selber machen«. Er ist zentraler Akteur und Impulsgeber der Zivilen Enquete und unterstützt auch das Projekt Fokus Wachstumswende als Schirmherr und Vorsitzender des Beirats.

Die »Zivile Enquete« soll auf der gesellschaftlichen Ebene leisten, was die politische Enquete unzweifelhaft geleistet hat: Eine Plattform zu bieten für die Auseinandersetzung mit einem der zentralsten Themen des 21. Jahrhunderts – wie der Mensch seinen Stoffwechsel mit der Natur regelt (also die Wirtschaft). Das Netzwerk umfasst Vertreter_innen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, sozialen Bewegungen, Politik, Medien und Wissenschaft (u.a. Vertreter_innen aus Umweltverbänden, Gewerkschaften, Bundestagsfraktionen verschiedener Parteien, politischen Stiftungen, außeruniversitären Forschungsinstituten) sowie wachstumskritische Multiplikator_innen.

Aufbauend auf diesem heterogenen Akteurskreis bietet die Zivile Enquete einen neuartigen Raum des Austauschs und der Koordination gemeinsamer Aktivitäten. Die Postwachstumsdebatte und der Austausch über notwendige Veränderungen sollen gemeinsam weiterentwickelt werden. Das Netzwerk hat hier Pionierarbeit geleistet, die durch das Projekt Fokus Wachstumswende weiter professionalisiert wird. Das Projekt baut auf der Zusammenarbeit mit den vielen Multiplikator_innen und Vertreter_innen von Partnerorganisationen aus dem Kreis der Zivilen Enquete Wachstum Wohlstand, Lebensqualität auf.

Seit der Degrowth-Konferenz 2014 hat sich das Netzwerk in den letzten zwei Jahren in regelmäßigen Abständen getroffen. Die Treffen werden von verschiedenen Projektpartnern reihum ausgerichtet. Es nehmen zwischen 25 und 40 Personen teil. Bisher fanden folgende Treffen statt:

  • September 2014, Degrowth-Konferenz, Leipzig:
    initiierende Sitzung
  • November 2014, Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin:
    World Cafés für Brainstorming zu Ziel, Name, Organisation; Initiativkreise (IK) zur Weiterführung der Arbeit werden gegründet
  • März 2015, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Berlin:
    Arbeit der IK‘s wird vorgestellt & diskutiert; zusätzlich: IK Projektakquise formiert sich
  • Juni 2015, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin:
    Vorstellung des erarbeiteten Selbstverständnisses; Beginn der Arbeit am UBA-Verbändeförderungsantrag »Fokus Wachstumswende«; Diskussion mit Input von Reinhard Loske zum Erfolg der Enquete-Kommission
  • September 2015, ver.di Bundesvorstand, Berlin:
    Vorstellung des Antrags für »Fokus Wachstumswende«; Diskussion mit Input von Harald Welzer zur Lage der Welt
  • Januar 2016, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin:
    Vorstellung des Projekts »Ansätze zur Ressourcenschonung im Kontext von Postwachstumskonzepten« (PoWaRess) von IÖW, WI und RWI; Diskussion mit Inputs von Andreas Siemoneit & Tilman Santarius zu Wachstumszwängen sowie zu Green Economy
  • Juni 2016, Brot für die Welt, Berlin:
    Projekt »Fokus Wachstumswende» ist bewilligt; Diskussion zu »Inwertsetzung der Natur« (Lili Fuhr, Roland Zieschank)
  • Oktober 2016, Deutscher Naturschutzring, Berlin:
    Projektstart »Fokus Wachstumswende«, Beginn der Arbeit am Maßnahmenpapier, Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppen zu den vier Fragen des Papiers
  • 15. Dezember 2016, Deutscher Naturschutzring, Berlin
  • 8. März 2017, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Geplant:

  • 12. Juli 2017, Heinrich-Böll-Stiftung

Die Vernetzungstreffen werden seit dem 1. September 2016 vom Projektteam professionell vorbereitet. Um zwischen den Netzwerktreffen Kooperationen und Positionsfindungen zu unterstützen, wird die Struktur der Online-Kollaborations-Plattform wachstumswende.de genutzt.

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