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Leitbild und Ziele

Leitbild

Globale Zukunftsfähigkeit erfordert eine deutliche Reduktion der weltweiten Treibhausgas-Emissionen sowie des Ressourcen- und Energieverbrauchs auf ein verträgliches Maß innerhalb der planetarischen Grenzen. Diese Aufgabe ist an unterschiedliche Verantwortlichkeiten geknüpft: Länder mit niedrigem Versorgungsniveau (»Globaler Süden«) brauchen eine bessere Ausstattung mit bestimmten Basisgütern, was tendenziell mit steigenden Umweltverbräuchen einhergehen wird. Demgegenüber müssen Länder mit hohem Versorgungsniveau (»Globaler Norden«) ihren Materialverbrauch radikal verringern.

Als Mitglieder einer im globalen Vergleich privilegierten Gesellschaft sehen wir es als unsere Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die deutsche Politik sich nicht länger unhinterfragt am Paradigma des Wirtschaftswachstums orientiert, sondern an den Bedürfnissen der Weltgemeinschaft. Auch innerhalb des »Globalen Nordens« muss die polarisierte Verteilung gesellschaftlichen Reichtums, die Resultat und Triebkraft von Wachstumszwängen ist, auf ein konsensuales Niveau gebracht werden.

Unsere übergreifenden Leitbilder sind:

  • die Befähigung aller Menschen zu einem guten Leben in Würde
  • der Erhalt der dazu nötigen natürlichen Grundlagen
  • intra- und intergenerationelle Gerechtigkeit

Gesellschaftliche Entwicklung im Sinne dieser Vision ist jedoch nur möglich im Rahmen umfassender Transformations- und Lernprozesse, die zu einer Überwindung des Paradigmas materiellen Wachstums sowie zu einer Neudefinition von Wohlstands- und Gerechtigkeitskonzepten führen. Einen wichtigen Ansatzpunkt sehen wir im Aufbau wachstumsunabhängiger Wirtschafts- und Lebensweisen, begleitet von einer Erneuerung der demokratischen Kultur. Hier sehen wir die Akteure der Zivilgesellschaft in der Pflicht, diese anzustoßen und zu gestalten.

Ziele

Um diese gesellschaftlichen Transformationsprozesse voranzutreiben, soll das Projekt Fokus Wachstumswende einen breiten Debattenraum für Zivilgesellschaft, Medien, Politik und Wissenschaft schaffen, sodass dem politischen Projekt einer Wachstumswende Kontur gegeben und Öffentlichkeit verschafft wird. Dazu koordiniert das Projektteam die Treffen und inhaltliche AG-Arbeit des Netzwerks »Zivile Enquete Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität».

Zentrales Ziel des laufenden Projektjahres ist es, einen Katalog von politischen Maßnahmen zu entwickeln und an die Öffentlichkeit sowie die Politik zu kommunizieren. Diese Maßnahmen sollen den Weg in eine Postwachstumsgesellschaft ebnen und gleichzeitig Brücken bilden zwischen einer wachstumskritisch inspirierten Suffizienzpolitik und Reformen für wachstumsunabhängige gesellschaftliche Institutionen sowie weiteren Ansätzen.

Um diese Politikvorschläge der Öffentlichkeit zu vermitteln richten wir Veranstaltungen verschiedener Formate (wie Podiumsdiskussion, Parlamentarischer Abend, Konferenz und Workshops) aus und stellen das Projekt auf externen Veranstaltungen vor. Durch die strategische und praktische Arbeit einer Kommunikationsgruppe wollen wir die Wachstumswende transmedial verbreiten und zudem die Fähigkeit zivilgesellschaftlicher und medialer Akteure verbessern, wachstumskritische Positionen in der Öffentlichkeit zu verbreiten und von politischen Entscheidungsträger_innen einzufordern.

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