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Workshop: Postwachstum & die soziale Frage

Zivilgesellschaftliche Bündnisse mit Gewerkschaften und Sozialverbänden

Bericht: WS1_Postwachstum und die soziale Frage

Präsentation: Postwachstum und die soziale Frage

Dass Wachstum Arbeitsplätze schaffen würde, ist in der öffentlichen Debatte wohl immer noch eines der unangefochtenen Argumente für ein auf Wachstum basierendes Wirtschaftssystem. In einer Gesellschaft, in der zu wenige Arbeitsplätze für zu viele Menschen existieren, Lohnarbeit jedoch DER entscheidende Faktor für Existenzsicherung und gesellschaftliche Teilhabe ist, lässt sich mit diesem Thema sehr gut Druck ausüben.
Gerade rechtspopulistische Argumentationslinien versuchen häufig, Existenzängste und die Sorge um den gesellschaftlichen Abstieg in der Bevölkerung anzuheizen. Rechtspopulistische Parteien wie die AFD spielen mit der Konkurrenz um Arbeit und Sozialleistungen und gehen damit auf Stimmenfang. Hinzu kommt, dass viele notwendige Vorschläge aus der Umweltbewegung nicht im Blick haben, dass z.B. ein ökologischer Umbau der Energie- und Verkehrsbranche derzeit Millionen von Arbeitsplätzen zu gefährden scheint. Nicht zuletzt droht auch die fortschreitende Digitalisierung den Arbeitsmarkt grundlegend zu verändern. Das Thema Existenzsicherung und (Lohn-)Arbeit muss daher entschärft werden – nicht zuletzt, aber auch, um rechtspopulistischen Parteien in ihrer Strategie der Angst das Wasser abzugraben.

Welche Vorschläge aus der Postwachstumsdebatte gehen die Lösung von sozialen Fragen an und was sind ihre Grenzen und Widersprüche?

Gemeinsam wollen wir über konkrete Vorschläge wie Arbeitszeitverkürzung, Grund- und Maximaleinkommen, über die sozial-ökologische Steuerreform und die Frage von unbezahlter Sorgearbeit diskutieren. In Gruppen sollen, nach kurzen Impuls-inputs zum jeweiligen Thema, Möglichkeiten und Widersprüche der Vorschläge erarbeitet werden. Zudem wollen wir diskutieren, welche Allianzen und Kooperationen notwendig sind, um diese Lösungen voranzutreiben.

Der Workshop wird von Theresa Klostermeyer (Deutscher Naturschutzring) und Janna Aljets (BUNDjugend) durchgeführt.

Datum: 12.7.2017, 16.00 – 18.00 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

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